Seit 11 Monaten backe ich einmal pro Woche dieses Brot. Für Eiweißbrötchen habe ich mehrere Rezepte ausprobieren müssen, beim Brot habe ich schnell herausgefunden, was ich wie mag.

Das Rezept war vermutlich von den Ernährungs-Docs, ich habe es aber ein bisschen geplant und ungeplant abgewandelt. Da ich es handschriftlich notiert hatte, war ich an manchen Stellen nicht mehr sicher, was da stand. Aber egal, so, wie ich es jetzt mache, mag ich es. Es schmeckt ein bisschen nach Nusskuchen, da ist – wie ich herausgefunden habe – nicht Jedermenschs Sache. Da ich oft einfach zu beschaffendes, langweiliges Mittagessen esse, (Gurke, Quark, Brot) freue ich mich, dass das Brot nicht langweilig schmeckt.

Wichtiger Hinweis: Vermutlich, weil das Brot Quark und Ei enthält, soll man es Kühlschrank lagern. Ich schlage es in ein Geschirrhandtuch ein und dann locker in eine Plastiktüte. Bei mir reicht es für mich alleine eine Woche – dann freue ich mich aber auch, wenn ich da olle Brot gegen ein frischgebackenes tausche.

Es ist natürlich kein richtiges Brot, weil mit Backpulver gebacken und nicht mit Sauerteig und gehen lassen – aber dafür geht es schön schnell, schmeckt und riecht gut.

Kurzfassung Anleitung: Alles schnell zusammenrühren und dann 10 Minuten bei 200 Grad und dann 45 Minuten bei 180 Grad backen

Zutaten:


40 g Kürbiskerne (im Rezept gehackt – bei mir ganz)
40 g Sonnenblumenkerne
20 g ungeschälte Sesamsamen
100 g Kichererbsenmehl (im Rezept Süßlupinenmehl, ist aber viel teurer)
100 g gemahlene Mandeln
50 g geschrotete Leinsamen
125 g Dinkelvollkornmehl
50 g Haferkleie
2 TL Weinsteinbackpulver
2 TL Salz
2 Eier
250 g Magerquark
1/4 l lauwarmes Wasser

Und nun die ausführliche, kommentierte Anleitung:

Ich mische zuerst die trockenen Zutaten und starte immer mit den Mandeln, denn in den Mandeln waren extrem oft in den letzten Monaten Mehlmotten. Es wäre zu ärgerlich, wenn man vorher alles andere schon in der Schüssel hat und dann das Mottenzeugs obendrauf – habe ich für euch natürlich ein paar mal probiert und mich tierisch geärgert. Ja, es sind sehr viele Zutaten, das dauert ein bisschen und führt dazu, dass ich beim Einkaufen immer mal was vergesse, dann improvisiere ich ein bisschen. Viele der Zutaten brauche ich aber auch für andere Sachen (Haferkleie, Leinsamen fürs Müsli, Mandeln für Pesto, Kerne für Salat-Topping, Quark für Quark etc.)

Dann nehme ich eine andere Schüssel und mixe mit dem Handmixer Ei und Quark und dann immer abwechseln ein bisschen trockene Zutaten und Wasser.

Aufgeschrieben habe ich, dass man dann den Teig 30 Minuten ruhen lassen soll. Mache ich aber nicht. Meist habe ich ohnehin vergessen, den Backofen vorzuheizen, dann ruht es halt noch ein kleines bisschen, während der Backofen warm wird in der mit Backpapier ausgeschlagenen Kastenform (Backpapier diagonal auflegen, dann passts fast). In den Backofen stelle ich auch noch ein Schüsselchen mit Wasser.

Gebacken wir das Brot dann 10 Minuten mit 200 Grad und dann noch mal 45 Minuten mit 180 Grad und frage mich jede Woche, ob mit Umluft oder Ober-und- Unterhitze. Das habe ich leider nicht aufgeschrieben, entscheide mich aber meist gegen Umluft.

Angeblich soll es dann nach dem Backen noch 10 Minuten ruhen, bevor es aus der Form gestürzt wird. Ist aber auch unnötig. Ich hebe es mit dem Backpapier raus und stelle es auf ein Gitter, denn meist ist es ohnehin erst kurz vor dem Abendbrot fertig.